Sunday, 28 December 2008

Note to my future self

Tu mir bitte einen Gefallen, und wandere nächstes Jahr für die Zeit der Feiertage aus in ein Land, wo man weder die Bedeutung von Weihnachten noch von Neujahr kennt.
China ist ganz oben auf der Liste. China ist okay, dort nimmt man es zwar nicht so genau mit den Menschenrechten, dafür wird Neujahr erst irgendwann im Feber gefeiert, und man ist (hoffentlich!) zen-buddhistisch-taoistisch genug, um auf den ganzen christlich-kommerziellen Weihnachts-Klimbim zu verzichten. Wenn ich's mir recht überlege, hat Mao Weihnachten nicht abgeschafft, oder wie war das nochmal mit der Kulturrevolution? Als Alternative käme vielleicht Tasmanien in Frage, oder Dubai. Hja, Dubai ist gut, ein arabisches (sprich: nicht christliches) Märchenwunderland mit künstlichen millionen-dollar-schweren Inseln und 40 Grad im Schatten. Weihnachten am Strand unter Palmen und literweise Cocktails, das ließe sich eventuell ertragen.
In jedem Fall ist anything besser als diese Scheiß-Stadt mit diesem Scheiß-Weihnachts-Silvester-Glitter-Getue; diesem kollektiven Zwang zum Feiern und diesem Wir-sind-doch-alle-froh-und-besinnlich-Getaumel zwischen zwei Shopping-Trips. Argh, selbst wenn man prinzipiell gerne alleine ist, macht es einem dieser ganze verfluchte Scheiß wirklich schwer, Einsamkeit während der Feiertags-Jahreswechsel-Zeit irgendwie positiv zu besetzen. Ich fühle mich wie Scrooge, nur dass ich nicht von irgendwelchen verfluchten Geistern heimgesucht werde, und auch nicht heimgesucht werden will. Scheiße, sogar auf Arbeiten habe ich mehr Lust als auf diesen ganzen Mist.
In Summe: Auf Weihnachten und Neujahr wird nächstes Jahr GESCHISSEN. Amen.

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